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Filz

Kazachok

Auf einmal steht ein Mädchen da, das dazugehören will. Auf einmal ist alles anders. Auf einmal muss man sich Gedanken machen, wer man wirklich ist.

Alter:
Jugendliche

Personen:
ab 4 Personen
5D, 5H

Dauer:
Abendfüllend

Uraufführung:
Juni 2002
Vorarlberger Landestheater Bregenz

Uraufführung unter dem Titel „Sirtaki für Anfänger“

10 Jugendliche zwischen 14 und 19 bilden eine scheinbar in sich geschlossene Gruppe. Sie bewegen sich in einem nicht näher definierten Raum außerhalb der problematischen Elternhäuser. Mit pubertärem Flügelschlag flattern sie zwischen der nicht allzu fernen Kindheit und der nicht allzu nahen Welt der Erwachsenen. Rene, der coole Oberboss der Gruppe ist Jessies Freund. Kevin geht mit Maja, Sebastian knüpft mit deren jüngerer Schwester Paulina die ersten zarten Bande. Tom, Bernd und Sophie haben sich partnerschaftlich noch nicht definiert. Da tritt Elena, ein russisches Mädchen in den Kreis. Sofort verschieben sich die Verhältnisse, Unruhe kommt in die oberflächlichen Beziehungen, scheinbar eingespielte Strukturen geraten ins Wanken. Sofort steht ”die Neue” unter Beobachtung und wird zum Objekt der unausgegorenen Begierden. Der Kazachok um die geheimnisvolle Fremde beginnt.

Während Renes und Bernds plumpe Annäherungsversuche kläglich scheitern, küsst Elena Tom, der mit einfachen Zauberticks zu punkten versteht. Die ”Möchtegern-Machos” ziehen sich nach verlorenem Kampf zurück, der Platzhirsch Rene flüchtet sich wieder in die Arme seiner ”alten” Freundin. Alles ist wie früher. Oder doch nicht?

Rene: Ich liebe dich.
Jessie: Du mich auch.

Raoul Biltgen hat das Stück nach einem Projekt mit Jugendlichen entwickelt. Die Figuren kommunizieren über eingespielte Gesten und rituelle Sprachmuster. Der Fernsehjargon ist als Schutzschild verinnerlicht. Dahinter verbergen sich Sehnsüchte und Wünsche, überdeckt von oberflächlichen Angebereien.

Rene: Pubertät schon angekommen?
Sebastian: Was?
Rene: Sackhaare schon vollzählig?
Sebastian: Was willst Du?
Rene: Du hast ein Auge auf Paulina geworfen.
Sebastian: Ja.

Durch die Konfrontation mit der Fremden verändert sich das äußere Gefüge, die Beziehungen müssen sich neu definieren…

Jessie: Die soll erst mal Deutsch lernen und die Klappe halten soll sie…

Raoul Biltgen taucht kopfüber in die Welt der Jugendlichen. Er beschreibt nicht die großen Verletzungen, sondern die
kleinen, unbehandelten Kratzer an der Oberfläche. Seine Sprache ist authentisch und trifft punktgenau.

Kevin: Bier ist gleich Feiern, Party.
Paulina: Nein, Bier ist gleich Saufen, tot.

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag

Ach, übrigens ...

manchmal schreibt Raoul Biltgen auch in seiner Muttersprache Luxemburgisch. Unter anderem gibt es bisher vier Theaterstücke, von denen bisher drei in Luxemburg zur Uraufführung kamen.

Ach, übrigens ...

Jean-Michel Treinen bezeichnete Raoul Biltgens erste Buchveröffentlichung „Manchmal spreche ich sie aus“ in der Zeitung „Letzebuerger Land“ zwar „nicht als Meister-, aber als hochanständiges Gesellenstück“. Das reicht für den Anfang einer Autorenlaufbahn.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen hat nicht nur in jungen Jahren Ballett gelernt, er hat auch lange vor seiner eigentlichen Karriere als Schauspieler Tanztheater gemacht.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Liebes- und Sexkolumne „Adam spricht“ gibt es auch als Buch mit ganzen 69 Einblicken in das Liebes- und Sexleben der Männer.

Ach, übrigens ...

Es gibt bisher einen Text von Raoul Biltgen in spanischer Übersetzung: Den kurzen Monolog „Iván“, erschienen in „abril“ 2009. Die deutsche Fassung des Textes erschien 2007 in „einer spricht“ bei Op der Lay.

Ach, übrigens ...

Juliane Auerböck von kulturfokus.at schrieb über die Uraufführung von Raoul Biltgens Stück „Phalli“ durch die Plaisiranstalt am TAG in Wien: „… Eine Meisterleistung der Plaisiranstalt und doch eine der merkwürdigsten Performances, die ich in letzter Zeit gesehen habe.“

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen hat 22 bis 23 Tattoos. Ganz so genau weiß er es selbst nicht. Ist aber auch schwer zu wissen, da sich diese Zahl immer mal wieder ändert.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Theaterstücke „Nick“, „Lovemark Heidi“, „Parzival“ und „Top Kick“ gibt es in serbischer Übersetzung.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Kurzkrimi „Und dann macht es Boum“ erschien 2016 in einer kroatischen Übersetzung von Željka Gorički in „Revija malih knjizevnosti: Benelux“ bei booksa 2016

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen schrieb fast zehn Jahre lang eine wöchentliche Liebes- und Sex-Kolumne unter dem Motto „Adam spricht – über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen“.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen hat 2 Mal die Drama Slam gewonnen, 2 Mal wurde er Zweiter, 2 Mal wurde er Dritter. Und das bei 6 Teilnahmen.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen hat auch schon als Werbetexter gearbeitet, als Sekretär für eine internationale Beraterfirma und er hat auf einem Rolling Stones-Konzert Bier gezapft.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen hat in einem Musikvideo der österreichischen folk noir Band Son of the Velvet Rat mitgespielt.

Ach, übrigens ...

2008 saß Raoul Biltgen in der Jury für den GLAUSER in der Kategorie „Roman“, 2020 und 2021 ist er in der Jury für die Wettbewerbe zeilen.lauf und schreib.art. Und 2022 wird es die GLAUSER-Jury in der Kategorie „Kurzkrimi“ sein (nachdem er den Preis 2021 selbst gewonnen hat)

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Roman „perfekt morden“ gibt es bisher als einziges seiner Werke auch als (ungekürztes) Hörbuch.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen stand schon mal unter Mordverdacht. Dieser ließ sich aber nur für recht kurze Zeit aufrechterhalten.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen ist ein später Meister. Mit 45 Jahren hat er an der Donau Universität Krems den Master of Science gemacht. Seither darf er seinem Namen drei Buchstaben anhängen. Da hat sich der Aufwand doch gelohnt.

Ach, übrigens ...

wäre Corona nicht gewesen, wären in der Spielzeit 2019/2020 7 verschiedene Stücke von Raoul Biltgen in 9 verschiedenen Inszenierungen in 4 verschiedenen Ländern gespielt worden. Rekord verpasst.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens erster erlernter Beruf war der des Schauspielers. Dann wurde er zusätzlich Schriftsteller. Seit einigen Jahren ist er auch noch Psychotherapeut, forensischer Therapeut und Sexualtherapeut.

Ach, übrigens ...

seit Anfang 2021 ist Raoul Biltgen regelmäßiger Gast der Satiresendung „De gudden Toun“ auf Radio 100,7 in Luxemburg. Dort nutzt er die Gelegenheit, sich mit dem jeweiligen Thema musikalisch auseinanderzusetzen und kommt damit zu Air Play seiner Songs.

Ach, übrigens ...

bisher ein einziges Mal hat Raoul Biltgen Regie geführt: Im Sommer 2021 hat er sein eigenes Theaterstück „Wolf!“ für die Tiroler Volksschauspiele mit Sophie Berger inszeniert.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen hat mit ein paar Freunden 2008 einen eigenen Theaterverein mit Sitz in Wien gegründet. Seither machen sie als Plaisiranstalt Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Theaterstück „I will survive“ wurde als bisher einziges Theaterstück von Raoul Biltgen auch schon außerhalb Europas, nämlich in Shanghai und in Mexiko gespielt.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Theaterstück „Die Chance nach der Letzten“ gibt es auch in niedersorbischer und obersorbischer Übersetzung. Beide wurden 2012 am deutsch-sorbischen Volkstheater Bautzen gespielt.

Ach, übrigens ...

die Uraufführungsproduktion von Raoul Biltgens Theaterstück „Parzival“ war für den Stella 2018 in der Kategorie „Herausragende Theaterproduktion für Kinder“ nominiert.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen ist der Preisträger des niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreises 2017. Weitere drei seiner Stücken landeten in anderen Jahren auf der Shortlist.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgen wurde in der Uraufführung seines Stückes „VLAD“ im TAG in Wien 2012 durch die Plaisiranstalt gleich zwei Mal getötet: einmal in der Rolle des Pfarrers, einmal als Elvis. Überlebt hat er als Vampirjäger Hagen van Helsing. Das Mädel hat er am Ende trotzdem nicht bekommen.

Ach, übrigens ...

auch Musik macht Raoul Biltgen gern. Für einige seiner Theaterstücke hat er Lieder getextet und komponiert, ab und zu nimmt er auch selbst Lieder auf, um sie zu veröffentlichen. Manche davon wurden schon im Radio gespielt.

Ach, übrigens ...

Raoul Biltgens Theaterstück „Der freie Fall“ war in der Auswahl der Eurodram 2018 und wurde in diesem Rahmen auf Griechisch übersetzt.

Ach, übrigens ...

im Jahr 2013 erschienen ganze 7 Anthologien mit Beiträgen von Raoul Biltgen. Das ist ein Rekord.